Kurzwahlprogramm Münster 2025

Kurzwahlprogramm Münster 2025

EUROPA – Europa bewegen, Münster gestalten

Für eine starke, offene europäische Zivilgesellschaft und intensive Städtepartnerschaften fordert Volt:

  • Erasmus für Arbeitnehmer*innen für einen anhaltenden Austausch neuer Ideen, KnowHow und Erfolgsprojekten zwischen Münster und seinen Partnerstädten.
  • Förderung des Austauschs zwischen Vereinen durch engere Zusammenarbeit mit unseren Partnerstädten, Kontaktvermittlung und Raumangeboten für Workshops, Trainings.
  • Die Errichtung einer gemeinsamen Mobilitätsplattform mit niederländischen Städten z.B. grenzüberschreitende Car-Sharing Angebote oder eine gemeinsame Fahrradachse.
  • Den Ausbau des Welcome-Desk zu einer mehrsprachigen, umfassenden Anlaufstelle, ergänzt um ein ehrenamtliches Patenschaft-Netzwerk.

WIRTSCHAFT, DIGITALISIERUNG – Starke Wirtschaft, effizient Verwaltung

Für eine starke, innovative und grüne Wirtschaft in Münster fordert Volt:

  • Förderung von Münster als Innovationsstandort für Green Tech durch Bündelung von Innovationsfonds, Mentoring und moderner Arbeitsplätze in Innovationszentren und die Stärkung des Austauschs mit Partnerstädten und regionalen Netzwerken.
  • eine stärkere Förderung einer belebten Start-Up Kultur, indem flexiblere Mietverträge vergeben werden
  • die Förderung von Münster zur Battery City durch kommunale Investitionen in Batteriespeicher, Förderung innovativer Lösungen und Beteiligung der Bürgerschaft an Energieprojekten. – wie in Tangermünde.
  • Verwaltungsdienste, die jederzeit sicher und barrierefrei online verfügbar sein – wie in Tallinn.
  • eine zentrale, sichere Datenplattform mit einheitlichen Schnittstellen für eine ämterübergreifende Nutzung städtischer Daten – wie in Amsterdam.
  • Mehr Open Source, mehr europäische Software, starker Datenschutz – wie in Barcelona.

WOHNEN – Zuhause statt Zeltplatz

Für mehr bezahlbaren, lebenswerten Wohnraum fordert Volt:

  • eine vierstellige Anzahl neuer Wohnungen mit Schwerpunkt auf den städtischen sozialen Wohnungsbau – wie in Wien.
  • bevorzugte Vergabe städtischer Flächen an gemeinwohlorientierte Genossenschaften z.B. über Modelle wie Erbpacht – für sinkende Mieten wie in Zürich.
  • moderne Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser, „Wohnen gegen Hilfe“ oder “Tiny Houses”.
  • einen neuen, sozial-ökologischen Stadtteil.
  • eine digitale Auskunftspflicht für Vermieter*innen zu Mieten und Leerstand und eine Leerstandsabgabe – wie in Landau.
  • lebenswerte, barrierefreie Quartiere mit weniger bis gar keinen Durchgangsverkehr (Ausnahmen zum Be- und Entladen, für Handwerker*innen, Pfleger*innen usw.), mehr Grün und mehr Bewegungsraum – wie die „Superblocks“ aus Barcelona.
  • bezahlbaren Wohnraum für Azubis durch städtisch unterstützte Wohnmodelle, vergleichbar mit dem Studierendenwerk – wie in Hamburg.

BILDUNG – Vielfältig, sozial, inklusiv

Für beste Chancen von Klein bis Groß fordert Volt:

  • Masterplan Bildung 2035 – Bildungsplanung von der Kita bis zum “Studium im Alter”.
  • Anwerbung pädagogischer Fachkräfte für sicher buchbare Kitaplätze.
  • „Eulen- und Lerchenklassen“ für einen flexibleren Schulbeginn und mehr Lernerfolg.
  • Kommunale Fachkräftestrategie zur Aufwertung des Handwerks und der Berufsausbildung inkl. Wohnraum.
  • Münsters Hochschulen als Innovationsmotor für einen starken Wissenschaftsstandort und einen Europäischen Bildungscampus, der über Grenzen hinweg vernetzt.

TEILHABE – Auch für alle, die oft übersehen werden

Um marginalisierte Gruppen zu schützen, fordert Volt:

  • Ombudsstellen mit Begleitpersonen etwa im Umgang mit Behörden.
  • eine städtische Beratungskommission und ein kommunales Bleiberechtsprogramm – wie in Köln.
  • mehr Sprachkurse für alle – unabhängig vom Aufenthaltsstatus.
  • eine Offensive für Integration: Ältere Migrant*innen und Selbstorganisationen stärken.
  • die stärkere Förderung von Kita- & Schulbesuchen zugewanderter Kinder.
  • mehr Präventionsprogramme für Suchterkrankungen, sexualisierte Gewalt und psychische Gesundheit.

KULTUR und SPORT – Raum für Kunst, Raum für Menschen

Um Kulturangebote inklusiver und barrierefreier zu gestalten, fordert Volt:

  • ein barrierefreies, interkulturelles “Haus der Kulturen” als Treffpunkt und Raumangebot.
  • “Pay what you want” Modell – jeder bezahlt in Museen so viel, wie er/sie will.
  • Trimm-dich-Pfade und öffentliche Fitnessangebote: Für mehr Möglichkeiten im Stadtgebiet.
  • mehr Förderung und Anerkennung für das Ehrenamt als Basis der Gesellschaft.

MOBILITÄT – Damit Münster nicht den Anschluss verpasst

Um eine sichere, barrierefreie und schnelle Fortbewegung in der Stadt zu ermöglichen, fordert Volt:

  • sichere Fußwege durch mehr Zebrastreifen, Bänke, Begrünung und eine klare Trennung zwischen Fuß-, Rad- und Autoverkehr.
  • autofreie Gehwege, Dank modernen Mobilitätsstationen, kombinierten Park-und-Bus-Tickets und unterirdischen Quartiersgaragen mit E-Ladesäulen, Car Sharing- und Fahrradstationen.
  • “grüne Wellen” für Fahrradwege.
  • ein durchgängiges, vom Autoverkehr befreites Netz an Fahrradstraßen.
  • ein Bussystem mit zwei zusätzlichen, barrierefreien Knotenpunkten (Neutor, Antoniuskirche und Hbf) mit kurzen Taktungen. Kurzfristig braucht es Metrobus-Linien. Langfristig muss eine Stadtbahn kommen – wie in Freiburg oder Karlsruhe.
  • die 15-Minuten-Stadt: Alle wichtigen Einrichtungen – Wohnen, Einkaufen, Bildung, Gesundheit und Erholung – sollen fußläufig innerhalb einer Viertelstunde erreichbar sein – wie in Oxford.

KLIMANEUTRALITÄT – Für die Zukunft unserer Kinder

Damit Münster seinen Beitrag zur Klimaneutralität leistet, fordert Volt:

  • eine konsequente kommunale Wärmeplanung, die Quartiere auf klimafreundliche Wärmequellen wie Geothermie, Fernwärme und Wärmepumpen umstellt.
  • die umfassende Solarkraft-Offensive auf Dächern öffentlicher Gebäude, Gewerbe und Wohnhäuser.
  • die gezielte energetische Sanierung städtischer Gebäude – mit Fokus auf Passivhaus-Standards.
  • zusätzliche Windkraftflächen – auch über das 2 %-Ziel hinaus.

Damit Münster unsere Lebensqualität bewahrt, fordert Volt

  • Schwammstadt-Maßnahmen wie Regenwassergärten, Senken und bepflanzte Feuchtgebiete – wie sie Kopenhagen und das Ruhrgebiet vormachen.
  • die konsequente Begrünung von Dächern und Fassaden zur Kühlung, Dämmung und Förderung der Artenvielfalt.
  • den Erhalt von Frischluftschneisen, die kühle Luft in die Innenstadt leiten.
  • öffentliche Trinkwasserbrunnen zum Gesundheitsschutz – nach Vorbild von Cádiz.

KREISLAUFWIRTSCHAFT – Ressourcen schonen, Zukunft sichern

Um eine sozial gerechte und zugleich ökologisch tragfähige Stadtentwicklung zu stärken, fordert Volt.

  • kostenlose Bereitstellung von Flächen für Kleiderbörsen und Tauschaktionen durch die Stadt, um den Textilabfall zu reduzieren und nachhaltigen Konsum sichtbar zu machen.
  • eine Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen in der Gastronomie zur Förderung nachhaltiger Mehrwegangebote – wie in Tübingen.
  • dass genießbare Lebensmittel gesammelt, möglichst verarbeitet und z. B. an Schulen oder Tafeln verteilt werden – wie in Frankreich.
  • eine nachhaltige städtische Beschaffung. Langlebigkeit, Reparierbarkeit, Schadstoffarmut und Recyclingfähigkeit werden priorisiert – wie im Rheinland.

LANDWIRTSCHAFT – Fair für Münsters Höfe, gesund für alle

Um die Landwirtschaft zu stärken, fordert Volt:

  • dass neue kommunale Vorgaben und Verträge mindestens 5 Jahre gelten, um Landwirten Planungssicherheit zu geben.
  • dass Pachtverträge künftig an Kriterien wie Bodenschutz, Humusaufbau und Biodiversität geknüpft werden – wie in Freiburg oder Hannover.
  • eine App, die Landwirt*innen, Großabnehmer*innen und Verbraucher*innen verbindet und so zu einer verlässlichen Abnahme beiträgt und Planungssicherheit schafft – wie im Fichtelgebirge.

BÜRGER*INNEN-BETEILIGUNG – Einmischen erlaubt

Um die Bürgerinnen-Beteiligung zu stärken, fordert Volt:

  • einen Wettbewerb, bei dem Bürger*innen Vorschläge zur Entsiegelung machen können. Die besten Projekte werden umgesetzt.
  • den Ausbau digitaler Beteiligungsmöglichkeiten und Bürgerbegehren.
  • Antrags- und Stimmrecht für den Jugendrat und die Seniorenvertretung und Einrichtung eines Frauenrats mit denselben Rechten.
  • mehr Budget und mehr Sichtbarkeit für die Bezirksvertretungen.
  • den Ausbau der Reallabore zur Vernetzung von Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft (Open Innovation City) – wie beim Innovation GYM und OIC Campus in Bielefeld.

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